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Bühnenautor

Bühnenautor

Ein Bühnenautor verfasst literarische Werke, "Theaterskripte" beim Schauspiel und "Libretti" beim Musiktheater genannt, die als Grundlage zur Inszenierung von Bühnenwerken dienen. Das Theaterskript des Bühnenautors wird meist von dem Dramaturg weiterbearbeitet und dient dem Regisseur als Vorlage. Beim Musiktheater wird der Bühnenautor auch Librettist genannt. Oftmals schreiben Komponisten eigene Libretti zu ihren Kompositionen. ---- Siehe auch: Autor Kategorie:Theater

Libretto

Als Libretto von ital. Büchlein (Verkleinerungsform von Libro = Buch) werden die Texte für Oper, Operette, Musical, Oratorium, Kantate und Ballett bezeichnet. Das Verhältnis von Musik und Text bzw. von Komponist und Librettist hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert. In der Zeit des Barock wurden die Operntexte von Pietro Metastasio von zahlreichen Komponisten vertont, so dass zu seinen Libretti teilweise Dutzende verschiedene Opern existieren. Insbesondere seit der Zeit der Romantik gab es auch Komponisten, die ihre Libretti selbst verfassten, wie z. B. Richard Wagner oder Hans Pfitzner. Eine länger andauernde Zusammenarbeit von Librettist und Komponist gab es z. B. zwischen Lorenzo da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart, Eugène Scribe und Giacomo Meyerbeer, sowie zwischen Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss, deren Briefwechsel Einblick in den Entstehungsprozess ihrer Opern gibt. Interessanterweise waren früher (z. B. zur Zeit Mozarts) die Librettisten teilweise angesehener als die Komponisten, was in der Form und Größe der beiden Namen auf den Theaterankündigungen ablesbar ist. Heute werden als Verfasser auch klassischer Opern grundsätzlich die Komponisten genannt (z. B. "Die Zauberflöte von Mozart"). Bei Operetten und Musicals insbesondere aus dem englischsprachigen Raum werden allerdings oft Komponist und Librettist in einem Zug genannt (z. B. "Oklahoma! von Rodgers und Hammerstein").

Literatur

Albert Gier: Das Libretto: Theorie und Geschichte einer musikoliterarischen Gattung. Darmstadt 1998.

Weblinks

http://www.impresario.ch/libretto/ - Linkliste auf zahlreiche Libretti im Internet ! Kategorie:Literaturgattung Kategorie:Musiktheorie ! Kategorie:Musical ! ja:リブレット

Inszenierung

Generell versteht man unter Inszenierung ein, meist öffentliches, zur Schau stellen von Werken, Taten oder Handlungen. Speziell ist eine Inszenierung meist die szenische Umsetzung eines dramatischen Werkes (Theaterstücks). Sie findet in der Regel auf einer Bühne vor Publikum statt und unterliegt der Leitung eines Regisseurs oder Regieteams. Auch die Performance ist eine Inszenierung, obgleich hierbei meist der klar abgetrennte Bühnenraum sowie die klare Regie fehlen. Auch in der Filmkunst und im Hörspiel spricht man von der Inszenierung unter der Leitung eines Regisseurs. Der Stoff einer Geschichte, eine Figur wird inszeniert. In der Kunst versteht man unter Inszenierung, dass der Künstler seine Sichtweise darstellt. Er wählt z.B. eine Perspektive, inszeniert Objekte, Orte, Personen, oder Situationen. Er lenkt den Blick des Betrachters. Die Inszenierung nimmt Einfluss darauf, wie etwas wahrgenommen wird.

Selbstinszenierung

Bei der Selbstinszenierung nimmt jemand eine bewusste Pose vor Zuschauern oder der Kamera ein oder übt (allgemeiner) Kontrolle über das Bild aus, das (sich) von ihm gemacht wird.

Selbstinszenierung in der Kunst

Selbstinszenierungen findet man häufig in der Kunst (Portrait, Selbstportrait, etwa Cindy Sherman).

Selbstinszenierung in Politik und Wirtschaft

Selbstinszenierungen findet man auch in Wirtschaft (Corporate Identity, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung) oder aber auch in der Politik (zum Beispiel die bekannten Bilder von Politikern mit Kindern auf dem Arm, Gerhard Schröders und Edmund Stoibers Auftritte bei der Oderflut in Gummistiefeln, oder George Bush bei seiner Landung mit einem Kampfflugzeug auf einem Flugzeugträger im Irakkrieg). Berater nehmen dabei Einfluss auf die Inszenierung bis in Bereiche wie Körpersprache, Kleidung, Frisur, oder Farbigkeit und Art des Bildhintergrunds. Das Paradox dabei besteht darin, mit medialen Mitteln den Anschein grösstmöglicher Authentizität und Vertrauenswürdigkeit herzustellen, dies gelingt häufig. Der Film Wag the Dog schildert die Inszenierung von Politik. Ein weiteres Beispiel der "Inszenierung von Politik" war beispielsweise das "legitime Theater" (Peter Müller) der Unions-Ministerpräsidenten im deutschen Bundesrat nach dem fragwürdigen Zustandekommen des Zuwanderungsgesetzes.

Selbstinszenierung im Alltag

Mehr oder weniger bewusst inszeniert sich jeder Mensch durch sein Auftreten, durch Kleidung, Frisur, Stil, Sprache. Sehr bewusst geschieht dies etwa bei einem Vorstellungsgespräch oder gegenüber potentiellen Sexualpartnern. Diese Arten, sich zu differenzieren, sind u.a. Thema der Soziologie, siehe dazu auch Soziale Rolle.

Der inszenierte Skandal

Ein inszenierter Skandal ist ein geplanter Skandal, es soll entweder durch kalkulierte Provokation Aufmerksamkeit erregt werden, oder es wird in bigotter oder kalkulierter Weise übertriebene Empörung über einen Sachverhalt geschürt, siehe auch Populismus.

Literatur


- Thomas Knieper / Marion G. Müller (Hrsg.): Authentizität und Inszenierung von Bilderwelten. Köln: Herbert von Halem Verlag, 2003.
- Axel Balzer, Marvin Geilich, Shamim Rafat (Hg.): [http://www.politik-als-marke.de Politik als Marke] - Politikvermittlung zwischen Kommunikation und Inszenierung, (Lit-Verlag) Münster 2005.
- Artikel zum Thema (Download): [http://www.politik-als-marke.de/buch/pam_geilich-balzer.pdf Politische Kommunikation in der Gegenwartsgesellschaft - Politikvermittlung zwischen Kommunikation und Inszenierung]

Siehe auch


- Medientheorie
- Wahrnehmung
- Regie
- Heuchelei Kategorie:Theater Kategorie:Film Kategorie:Hörspiel Kategorie:Medien Kategorie:Politik

Dramaturg

Ein Dramaturg (griechisch so viel wie Schauspielmacher) ist ein Mensch, der sich mit der Auswahl und Bearbeitung von dramatischen Texten wie Theaterstücken, Drehbüchern und Hörspielen beschäftigt. Typischerweise arbeitet ein Dramaturg für ein Theater oder die Hörspielredaktion einer Hörfunkanstalt. Er wählt die Stücke (mit) aus, die das Theater auf die Bühne bringt bzw. die Rundfunkanstalt produziert und sendet. Außerdem ist er an der Überarbeitung der Texte beteiligt, bis die Bühnenfassung bzw. das produktionsreife Manuskript steht. Daneben verfasst er häufig Pressetexte, Programmhefte u.ä., muss sich manchmal um die Rechte an Texten kümmern sowie Veranstaltungen organisieren und andere administrative Aufgaben übernehmen. siehe auch: Dramaturgie Kategorie:Theater Kategorie:Film Kategorie:Fernsehen Kategorie:Hörspiel ja:劇作家

Regisseur

Ein Regisseur (von frz.: régisseur, régir leiten), auch Spielleiter genannt, führt Regie und ist damit traditionell neben dem Schauspieler die entscheidende Person bei der Aufführung eines Stückes. Als Alternative zur Zentralgewalt des Regisseurs wurden verschiedene Ansätze von (mehr oder weniger) gleichberechtigten Regieteams entwickelt. Es gibt den Bühnenregisseur für Schauspiel, Musical, Oper, Operette und andere Bühnen-Werke im Theaterbereich, den Filmregisseur für die Filmkunst, den Hörspielregisseur für Hörspiel und künstlerisches Feature und den Fernsehregisseur für Fernsehsendungen. Das gemeinsame dieser verschiedenen Regietätigkeiten, ist die Verantwortung für die künstlerische Gestaltung eines Projekts, das in der Regel auf einer schriftlichen Vorlage basiert.

Tätigkeit

Die Inszenierung eines Regisseurs stellt ein eigenständiges künstlerisches Werk dar. Er besitzt das Urheberrecht am entstandenen Kunstwerk. Zu den Aufgaben des Regisseurs gehört, die Interpretation eines Drehbuchs (Theaterstücks) bzw. Produktionsmanuskriptes (Hörspiel, Feature). Oft hat er auch - in Rücksprache mit dem Autor und dem Dramaturgen - entscheidenden Anteil an der Ausarbeitung oder Überarbeitung eines Stücks. Die Anpassung des künstlerischen Entwurfes an die ökonomisch-organisatorischen Möglichkeiten wird vom Regisseur in Zusammenarbeit mit dem Produzenten (s. Filmproduzent) und anderen Verantwortlichen vorgenommen. Des weiteren wird vom Regisseur in Rücksprache mit dem Besetzungsbüro, die Auswahl der Darsteller und manchmal auch des weiteren technisch-künstlerischen Stabes vorgenommen. Bei der Umsetzung des Projektes unterscheiden sich die Aufgaben eines Regisseurs je nach Medium. Unabhängig davon bleibt eine zentrale Aufgabe des Regisseurs die Anleitung und Unterstützung der Darsteller bei der Ausgestaltung ihrer Charaktere.

Siehe auch


- Liste bekannter Regisseure
- Regietheater
- Regieassistent

Weblinks


- [http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/F/kurz_B8322100.html Bundesagentur für Arbeit: Film-/Fernseh-Regisseur/in]
- [http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/T/kurz_B8322101.html Bundesagentur für Arbeit: Theater-Regisseur/in/Spielleiter/in]
- [http://www.regie.de regie.de - Die Adresse für Filmschaffende] ! Kategorie:Theater Kategorie:Oper Kategorie:Filmberuf Kategorie:Rundfunk ja:監督

Librettist

Librettist ist ein Verfasser eines Librettos. Er kann dafür einen eigenen Handlungsverlauf zu einer Geschichte entwickeln oder einen vorhandenen Stoff bearbeiten. Einige Librettisten erreichen mit ihren Texten eine eigenständige literarische Qualität. Bedeutende Librettisten und die Komponisten, für die sie Libretti schrieben, sind:
- Lorenzo Da Ponte (Wolfgang Amadeus Mozart)
- Richard Wagner (für sich selbst)
- Arrigo Boito (Giuseppe Verdi, Amilcare Ponchielli und für sich selbst)
- Hugo von Hofmannsthal (Richard Strauss)
- Stefan Zweig (Richard Strauss)
- Victor Léon für Franz Lehar Kategorie:Musikberuf !Librettist Kategorie:Musical Kategorie:Oper

Komponisten

Ein Komponist (von lat.: componere = zusammenstellen) ist ein Künstler, der musikalische Werke (Kompositionen) schafft. Das Ergebnis des Kompositionsvorganges liegt abschließend in notierter Form (per Hand oder direkt als Notensatz im Computer) vor; andere Fixierungen (Demotape, Aufnahme etc.) sind dabei durchaus möglich. Die Musik eines Komponisten wird durch Interpreten (Musiker, Sänger) zum Erklingen gebracht. Die Bezeichnung Komponist wird auch unabhängig vom Genre der Musik gebraucht und meint dann eine Person, die etwas künstlerisch gestaltet (zum Beispiel Schachaufgaben komponiert). In Deutschland melden sich Komponisten meist bei der GEMA an, die die Urheberrechte von Komponisten treuhänderisch verwaltet, und Tantiemen aus Sendungen und Aufführungen an die Komponisten weiterleitet. Jedes Land hat seine eigene Organisationen (etwa die ASCAP und BMI in den USA oder die AKM in Österreich) zur Verwaltung derartiger Rechte. Die Berufsbezeichnung Komponist ist nicht geschützt, auch Autodidakten können sich so nennen. Wenig bekannt ist, dass das Kompositionsstudium an den deutschen Musikhochschulen ein meist 10semestriges künstlerisches Vollstudium erfordert, in dem das umfangreiche Handwerk (dazu gehört unter anderem Musiktheorie, Gehörbildung, Instrumentation, Instrumentalspiel, Aufführungspraxis) erlernt wird. Der zuständige Berufsverband, in dem sich deutsche Komponisten bundesweit und in Regionalgruppen organisieren, ist der Deutsche Komponistenverband, der von Werner Egk gegründet wurde und heute über etwa 1500 Mitglieder besitzt.

Komponisten

Kategorien


- :Kategorie:Komponist - :Kategorie:Komponisten nach Nationalität
  - :Kategorie:Komponist (Blasmusik)
  - :Kategorie:Komponist (Filmmusik)
  - :Kategorie:Komponist (Klassische Musik)
    - :Kategorie:Komponist (Oper) - :Kategorie:Komponist (Operette) - :Kategorie:Komponist (Musical)
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Listen


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- Liste von Operetten-Komponisten
- Liste von Blasmusik-Komponisten

Weblinks


- [http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/K/B8311106aufgaben_t.html Bundesanstalt für Arbeit: Komponist/in]
- [http://www.dkv.allmusic.de/ Deutscher Komponistenverband] Kategorie:Musikberuf ja:作曲家 ko:작곡가

Komposition

Die Komposition (lat. "compositio" = "Zusammengesetztes") bezeichnet #in der Grammatik die Zusammensetzung mehrerer Wörter oder Wortstämme, siehe Komposition (Grammatik) #in der Kunst die nach Harmoniegesetzen vorgenommene Anordnung und Verbindung formaler Elemente in einem Kunstwerk. #in der Musik das Erstellen von musikalischen Werken; siehe Komposition (Musik). #in der Mathematik die Hintereinanderausführung von Funktionen; siehe Komposition (Mathematik) #in der Softwaretechnik bedeutet es in der objektorientierten Analyse eine starke Beziehung zwischen Objekten. Ein Objekt ist "Teil" eines anderen und kann ohne das "Ganze" nicht existieren. Wird in der UML durch eine ausgefüllte Raute dargestellt; siehe Komposition (UML2) und Aggregation (Informatik) Siehe auch: Synthese, System, Songwriting

Kategorie:Theater

Diese Kategorie umfasst Theater als Darstellende Kunst, die ausübenden Ensembles, sowie die dahinterstehenden Vereine und Techniken. Reine Theatergebäude haben eine eigene :Kategorie:Theater (Gebäude). Kategorie:Darstellende Kunst Kategorie:Kultur ja:Category:演劇 ko:분류:연극

Spatial variability

Spatial variability is characterized by different values for an observed attribute or property that are measured at different geographic locations in an area. The geographic locations are recorded using GPS (global positioning systems) while the attribute's spatial variability is assessed using descriptive statistics such as the range, mean, standard deviation and coefficient of variability or regression or geostatistics.

References

# Isaaks, E.H., Srivastava R.M.: Applied Geostatistics. 1989 # Fortin, Marie-Josee, Dale, Mark.: Spatial Analysis A Guide for Ecologists. 2005. Cambridge University Press, 365 pp.

External links

[http://amethyst.epa.gov/revatoolkit/Definitions.jsp] and [http://gis.esri.com/library/userconf/proc05/papers/pap1184.pdf]

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